BAG-Daten · 26 Kantone · 3 Altersgruppen

Krankenkassen-Prämienentwicklung 2016–2026

Wie stark sind die Grundversicherungsprämien gestiegen, und was hätte ein jährlicher Vergleich im gleichen Referenzprofil verändert? Dieser Rückblick macht elf Prämienjahre aus offiziellen BAG-Daten interaktiv sichtbar.

Hypothetischer Unterschied CHF 11'901

So gross ist die Differenz zwischen CSS und der jährlich tiefsten beobachteten Prämie dieses konstanten Referenzprofils von 2016 bis 2026.

Gewählte Kasse, kumuliert
CHF 59'252
Jährlich tiefste Prämie
CHF 47'351
Monatliche Differenz 2026
CHF 45.80
CSS im Vergleich, Kanton Zürich Monatsprämie in CHF · konstantes Referenzprofil
525 456 388 319 250 2016 2021 2026
Start- und Endwert der angezeigten Reihe
Reihe 2016 2026 Veränderung
CSS CHF 400.70 CHF 522.70 +30.4%
Jährlich tiefste Prämie CHF 257.70 CHF 476.90 +85.1%
Marktmedian CHF 347.20 CHF 511.50 +47.3%

Keine persönliche Ersparnisberechnung: Das Tool hält Altersgruppe, Franchise, Modell, Unfall und Region bewusst konstant. Es berücksichtigt weder einen Altersgruppenwechsel noch individuelle Prämienverbilligung, Gesundheitskosten oder tatsächlich gewählte Modelle. Es zeigt einen nachvollziehbaren Marktrückblick.

Was die Daten zeigen

Prämien vergleichen heisst, dieselbe Ausgangslage zu vergleichen.

Wohnort, Altersklasse, Franchise, Unfalldeckung und Versicherungsmodell verändern die Prämie gleichzeitig. Ein historischer Vergleich wird nur verständlich, wenn diese Faktoren über alle Jahre konstant bleiben. Deshalb verwendet der Rückblick für Erwachsene und junge Erwachsene die Franchise CHF 2’500, für Kinder CHF 0, jeweils das Standardmodell mit freier Arztwahl und eingeschlossener Unfalldeckung.

Im Erwachsenenprofil lag der ungewichtete Durchschnitt der 26 kantonalen Marktmediane 2016 bei CHF 294.88 pro Monat und 2026 bei CHF 466.57. Die stärkste relative Veränderung dieses Median-Masses zeigt Tessin mit rund 83.3%. Diese Zahlen beschreiben verfügbare Angebote, nicht die Verteilung der Versicherten und nicht deren effektiv bezahlte Prämien.

Methodik

Was gerechnet wird. Und was bewusst nicht.

  1. 01

    Offizielle Listenprämien

    Grundlage ist der BAG-Datensatz «Krankenversicherungsprämien» auf opendata.swiss. Er enthält die genehmigten Prämien der obligatorischen Grundversicherung, nicht Schätzwerte von PrimAI.

  2. 02

    Konstantes Referenzprofil

    Pro Altersklasse bleiben Franchise, Standardmodell, Unfall und Prämienregion gleich. Das verhindert, dass eine tiefere Franchise oder ein günstigeres Modell fälschlich als Marktentwicklung erscheint.

  3. 03

    Jährlich tiefstes beobachtetes Angebot

    Die grüne Linie wählt pro Jahr das tiefste passende Angebot im Datensatz. Sie setzt damit einen theoretischen jährlichen Wechsel voraus. Ob die Kasse oder das Standardmodell praktisch passen, wird nicht bewertet.

  4. 04

    Kein persönlicher Rückblick

    Der Rechner kennt deine damalige Adresse, Alterswechsel, Prämienverbilligung, Unfalldeckung, Franchise oder Modelle nicht. «Unterschied» bedeutet deshalb eine transparente Modellrechnung, nicht nachgewiesene Überzahlung.

Vom Rückblick zur Entscheidung

Für die nächste Prämie zählt dein heutiges Profil.

Ein historischer Abstand ist ein Signal zum Prüfen, kein Wechselauftrag. Für eine aktuelle Entscheidung müssen Postleitzahl, Alter, Franchise, Unfall und Modell neu gerechnet werden. In der Grundversicherung sind die gesetzlichen Leistungen gleich; Zugang, Modellregeln, Service und Monatsprämie bleiben trotzdem relevant.

Zusatzversicherungen gehören nicht in denselben Automatismus. Dort können Gesundheitsprüfung, Vorbehalte und bestehende Rechte wichtiger sein als der neue Preis. Kündige eine Zusatzversicherung erst, wenn eine neue Aufnahme schriftlich bestätigt ist.

Aktuelle Police in PrimAI prüfen

Police scannen, offizielle Prämien vergleichen, Franchise oder Modell einordnen und den nächsten Schritt als App-Aufgabe vorbereiten.

Franchise richtig berechnen → Versicherungsmodelle vergleichen → Krankenkasse wechseln →

Quelle und fachliche Prüfung

Nachvollziehbar statt werblich.

Datenquelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG), Datensatz «Krankenversicherungsprämien», Prämienjahre 2016–2026. Letzte Datenaufbereitung: 21.8.2026.

Offiziellen BAG-Datensatz auf opendata.swiss öffnen ↗

Alain Michel

Fachlich geprüft von Alain Michel
Eidg. dipl. Finanzplaner, unabhängiger Finanz- und Versicherungsberater
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Häufige Fragen

Prämienentwicklung richtig lesen.

Zeigt das Tool, wie viel ich persönlich zu viel bezahlt habe?

Nein. Es zeigt die kumulierte Differenz in einem konstanten Referenzprofil. Für eine persönliche Aussage wären deine historischen Wohnorte, Altersgruppen, Franchisen, Modelle, Unfalldeckung und Prämienverbilligungen nötig.

Warum wird das Standardmodell verwendet?

Es ist über Jahre und Anbieter besonders gut vergleichbar. Hausarzt-, HMO- und Telmed-Modelle unterscheiden sich stärker in Verfügbarkeit und Regeln; sie würden die reine Prämienentwicklung mit einem Modellwechsel vermischen.

Sind Kinder und junge Erwachsene separat erfasst?

Ja. Das Tool enthält die drei offiziellen BAG-Altersklassen Kinder 0–18, junge Erwachsene 19–25 und Erwachsene ab 26. Es hält die gewählte Klasse über die Zeit konstant und simuliert keinen Geburtstag in eine neue Klasse.

Ist die günstigste Kasse automatisch die beste Wahl?

Nein. In der Grundversicherung sind die gesetzlichen Leistungen gleich, aber Modellzugang, Erreichbarkeit, digitale Abläufe und Service können sich unterscheiden. Die günstigste Prämie ist ein wichtiger Datenpunkt, nicht die ganze Entscheidung.

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